WALLENSTEIN,
Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein
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14. September 1583 U
ermordet am 25. Februar 1634
Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein gilt als der erfolgreichste militärische Führer des kaiserlichen Heeres und bedeutenste europäische Feldherr der ersten Hälfte des 30jährigen Krieges.
Er war neben
Gustav Adolf
und
Richelieu
die beherrschende Persönlichkeit seiner Zeit. "Im Grunde blieb der General ein unzeitgemäßer Mann. Wer aber unzeitgemäß ist, hat nie Erfolg" [28]
Wallenstein verstand es wie kein zweiter, die Gunst der Stunde und die Gunst des Kaisers für seine ehrgeizigen Ziele zu nutzen.
Seine politischen Ziele sind nach wie vor umstritten, da deren Formulierung nicht immer bewiesen ist und ihr Wahrheitsgehalt oft nur aus Äußerungen, Berichten und Briefen interpretiert wird, die von seinen Gegenspielern, den späteren Siegern der Geschichte, stammen.
Neben Gustav Adolf von Schweden war Wallenstein einer der genialsten Organisatoren militärischer Operationen.
Im Vergleich zu Gustav Adolf hatte Wallenstein einen augenfälligen Vorteil: er war reicher als der König von Schweden, und der deutsche Kaiser war sein Schuldner.
"Mächtige müssen zwangsläufig ihr Ende finden, wenn sie zu weit über andere hinausragen."
Dieser Ausspruch Aristoteles formuliert visionär das Ende dieser beiden herausragenden Feldherren des damaligen Europas. Das Schicksal (oder Wallensteins Sterne?) bestimmten, daß sich beide großen Feldherren auf dem Höhepunkt ihrer politischen und militärischen Karriere in der Schlacht bei Lützen gegenüberstanden. Weder in der Schlacht, noch im Ergebnis der Schlacht gab es einen Sieger: Gustav Adolf wurde tödlich verwundet, Wallenstein Monate später ermordet.
In der deutschsprachigen Literatur ist selten einer Person soviel Aufmerksamkeit gewidmet worden wie Wallenstein.
Mit Schillers "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" und der "Wallenstein"-Trilogie ist das Leben und Sterben Wallensteins zum Allgemeingut deutscher Klassik geworden.