Thurn, Franz Bernhard, Graf von

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U 1628

Graf Franz Bernhard von Thurn war der Sohn des Grafen Heinrich Matthias von Thurn, des Oberhauptes der sogenannten böhmischen Aufständischen, die durch den "Prager Fenstersturz" das Signal zum Staatsstreich gegen das Haus Habsburg gaben und damit aus historischer Sicht den Anlaß zum 30jährigen Krieg lieferten.

Franz Bernhard kämpfte zunächst aktiv für die Interessen der böhmischen Stände und die seines neugewählten Königs Friedrich von der Pfalz. Als am 8. November 1620 in der Schlacht am Weißen Berg das böhmische Heer von den kaiserlichen Truppen unter Tilly vernichtend geschlagen wurde, schloß sich Franz Bernhard mit 3.000 Mann sofort den Siegern an. Sein weiterer Lebensweg ist nicht bekannt.

Bekannt ist nur, daß Franz Bernhard am 14. Oktober 1628 in Strasberg am Fieber starb.

Vor diesem Zeitpunkt kämpfte er gemeinsam mit seinem Vater im Dienste des schwedischen Königs Gustav Adolf, der mit Polen im Krieg lag.

Strasberg wurde von den Polen belagert, die kein Verständnis für das Verlangen des Vaters aufbringen wollten, bei freiem Geleit die Leiche seines Sohnes aus der Festung zu holen.
Daraufhin schlug sich Thurn mit 50 seiner Soldaten durch die polnischen Linien, um seinem Sohn ein würdiges Begräbnis außerhalb der Festung zu ermöglichen.




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