PICCOLOMINI, Max

Die Person Max Piccolomini ist historisch nicht belegt.

Max Piccolomini begegnet dem Leser erstmals als Sohn des Octavio Piccolomini in Schillers Drama "Wallenstein". Mit der Person des Max versucht der Dichter seine philosophisch-moralischen Ansprüche in diesem Werk anzumahnen. Schiller macht ihn zum Sprecher einer bürgerlich-humanen Ethik, deren oft abstrakten Züge auf den Einfluß der Kantschen Philosophie hinweisen.

Es ist ganz offensichtlich, mit welcher Sympathie der Dichter seinen Helden als moralischen Gegenspieler zu Wallenstein und zu seinem Vater Octavio aufbaut - und in seinen Bestrebungen scheitern läßt: "Dem bösen Geist gehört die Erde, nicht dem Guten" ("Wallensteins Tod", II,2).

Schiller versieht seinen Helden mit den Tugenden der Offenheit und Geradlinigkeit. So läßt er ihn gegen seinen Vater mit den Worten auftreten:

"Wenn du glaubst, ich werde eine Rolle
In deinem Spiele spielen, hast du dich
In mir verrechnet.
Mein Weg muß gerade sein."


("Piccolomini";V,3)

Das mag Schillers Denkweise gewesen sein; - zur Wirklichkeit des 17. Jahrhunderts scheint Max Piccolomini wenig Beziehung gehabt zu haben...




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