PAUL, Orosi
U 1633

Obrist im kaiserlichen Heer und Kommandeur eines Regiments Kroaten.

In den Chroniken wird Pauls Name nur im Zusammenhang mit den Raubzügen, die er gemeinsam mit dem kaiserlichen General Holk in Sachsen unternahm erwähnt. Diese Raubzüge wurden von Wallenstein befohlen, um dadurch den sächsischen Kurfürsten zur Auflösung des Bündnisses mit den Schweden zu bewegen. Raubzüge, an denen Kroaten beteiligt waren, sind in den Chroniken der Städte als besonders grausam und brutal beschrieben.

Auf seinem Rückzug aus Sachsen im September 1633 wurde sein Regiment von dem unter schwedischer Fahne kämpfenden General Taupadell überfallen. Beim Überfall verloren die Kroaten die gesamte Beute und 500 Pferde. Paul fiel bei dem Versuch, sich durch die Flucht über einen Fluß zu retten vom Pferde und kam dabei um.

Interessant ist, daß sich diese beiden Obristen schon öfters gegenüberstanden:

Im Juni 1632 wurde bei einem Aufklärungszug vor Nürnberg das Dragonerregiment Taupadells von den Kroaten angegriffen und vernichtet. Taupadell wurde von Paul gefangengenommen, von Wallenstein jedoch, ohne Lösegeld aber mit einer Botschaft für den schwedischen König Gustav Adolf , wieder frei gelassen.

Im März 1633 wurde seinerseits Paul von Taupadell gefangengenommen und offenbar gegen Lösegeld wieder frei gelassen.




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