KAUNITZ, Rudolph

Graf Rudolph von Kaunitz hat die Geschichte nur deshalb nicht vergessen, weil er mit der einzigen Tochter Wallensteins, Marie Elisabeth, verheiratet war. Er hatte am Hofe die Ämter eines kaiserlichen Rates, Kämmerers und Oberjägermeister im Königreich Böhmen inne. Nach der Heirat gehörten ihm die Herrschaften Groß-Meseritz, Böhmisch-Leippa und Neuschloß.

Vermutlich ist er identisch mit dem Landeshauptmann Kaunitz, dem Statthalter des Wallensteinschen Fürstentums Sagan. An ihn existiert ein Schreiben von 1631, indem er von Wallenstein angewiesen wurde, den Schloßbau in Sagan einzustellen und die dafür vorgesehenen Gelder zum Wiederaufbau des kaiserlichen Heeres nach Pardubitz zu überweisen.

Graf Kaunitz war mit dem Obristen Tiefenbach gut bekannt. Auch davon ist ein Briefwechsel erhalten, in dem er Tiefenbach dringend bittet, die Güter Wallensteins zu schonen, die um 1631 von den einquartierten kaiserlichen Truppen geplündert wurden.


Faksimile der Unterschrift von Kaunitz



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