Wilhelm V., Landgraf von Hessen-Kassel

« 1602
U 1637

Anfang des 17. Jahrhunderts stürzte der Landgraf Moritz das Land Hessen-Kassel durch sein fehlendes Verständnis für die politischen Wirklichkeit, seine großzügige Finanzpolitik und sein mangelndes diplomatisches Geschick in ein wirtschaftliches Chaos. Auf Drängen der Stände mußte Landgraf Moritz im Jahre 1627 zu Gunsten seines Sohnes Wilhelm V. abdanken.

Wilhelm V., "der Beständige", übernahm von seinem Vater ein wirtschaftlich ruiniertes, total verschuldetes, militärisch besiegtes und damit politisch bedeutungsloses Land.

Die diplomatischen und militärischen Fähigkeiten Wilhelms V. und die seiner ebenso befähigten Gemahlin Amalie Elisabeth haben Hessen in der zweiten Hälfte des 30jährigen Krieges wieder politische Anerkennung gebracht.

Die schwere militärische Niederlage des schwedischen Heeres im Jahre 1634 gegen die vereinigten kaiserlichen und spanischen Truppen bei Nördlingen stellte einen Wendepunkt in der strategischen Zielstellung Wilhelms dar. Ein Bündnis, das Wilhelm V. als Konsequenz der Niederlage seiner bisherigen schwedischen Verbündeten mit Frankreich einging, veranlaßte den Kaiser, den Landgrafen zum Reichsfeind zu erklären.
Kaiserliche Strafaktionen zwangen Wilhelm, sich mit seiner Familie und dem Rest seiner Truppen nach Friesland zurückzuziehen, wo er am 1. Oktober 1637 starb.




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