Ferdinand, Kardinalinfant von Spanien

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U 1641

Ferdinand war der Bruder Philipps IV., des Königs von Spanien.

Ursprünglich war Ferdinand für die kirchliche Laufbahn bestimmt und wurde schon als Kind zum Kardinal geweiht. Aus dieser Berufung leitet sich sein Titel Kardinalinfant ab.

1634 wird Ferdinand zum Statthalter der spanischen Niederlande ernannt.

Obwohl auch die politischen Ereignisse in den Niederlanden untrennbar mit den militärischen Auseinandersetzungen des 30jährigen Krieges in Deutschland verknüpft sind, ist der unmittelbare Bezug Ferdinands zum Geschehen in Deutschland durch seine Teilnahme an der Schlacht bei Nördlingen begründet.

Der Kardinalinfant vereinigte sich auf dem Marsch in die Niederlande mit dem Heer seines Vetters und Schwagers, Erzherzog Ferdinand III. , und gemeinsam besiegten sie in der Schlacht bei Nördlingen 1634 die protestantischen Heere unter dem Befehl der schwedischen Generale Horn und Bernhard von Sachsen-Weimar .

Seine taktvolle, geschickte Diplomatie gegenüber den staatstragenden gesellschaftlichen Kreisen der spanischen Niederlande machten Ferdinand bei der Bevölkerung beliebt.

Durch die destruktive Diplomatie des spanischen Hofes isoliert, abgeschnitten von jedem militärischem Nachschub und im ständigen Abwehrkampf gegen die Truppen Frankreichs und die der Vereinten Niederlande, starb der Kardinalinfant am 9. November 1641 offenbar an den Folgen physischer Erschöpfung.


Faksimile der Unterschrift des Kardinalinfanten Ferdinand von Spanien



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