Georg Wilhelm von Brandenburg

Für viele Historiker gilt es als ausgemacht, daß Georg Wilhelm von Brandenburg die "jämmerlichste Figur (war), die die Hohenzollern hervorbrachten".

Diese Beurteilung ist nicht gerecht, denn sie berücksichtigt dabei nicht, daß die politische und persönliche Ausgangssituation dieses Fürsten ebenso jämmerlich war: Georg Wilhelm war Kurfürst von Brandenburg und als Calvinist Fürst eines lutherischen Staates; sein erster Minister war Katholik und er selbst hatte eine Schwester Friedrichs von der Pfalz, des vom Kaiser geächteten Königs von Böhmen, geheiratet.
In Berlin beherbergte er seine Schwiegermutter, die ihm ständig zusetzte, für ihren entthronten Sohn etwas Entscheidendes zu unternehmen.

Obwohl Gustav Adolf sein Schwager war, zwang dieser ihn mit Kanonen in ein agressives protestantisches Bündnis.

Politisch einfältig, war Georg Wilhelm sogar kaisertreu, obwohl der Kaiser und auch Wallenstein ihn ständig provozierten, um ihm den Krieg zu erklären und einen Grund zu finden, ihm seine Kurwürde abzuerkennen.

Eigentlich hatte Georg Wilhelm zu Beginn des Krieges die Illusion, neutral bleiben zu können ...




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