ALDRINGER, Johann

« 1588
U 1634


Johann Graf Aldringer (oder Aldringen), lothringischer Oberst, später Feldmarschall des kaiserlichen Heeres und militärischer Führer der Liga-Truppen. Er war zeitweise Leiter der Heeresverwaltung. Durch seine Loyalität zum Kaiser und verwandtschaftliche Bindungen zu Gallas war er im Jahre 1634 vom Plan zum Sturz Wallensteins informiert.

Aldringer stand immer auf der Seite der Gewinner. Bei der Ermordung Wallensteins vermied er es aber, eine führende Rolle einzunehmen.

Er war ein Musterbeispiel eines Karrieristen und Intriganten, im Essen mäßig, ein Verächter des Weins, geizig und grausam.

Aldringer stand unter dem Verdacht, kurz vor seinem Tod einen Wechsel zum Gegener vorbereitet zu haben.

Er fiel bei der Verteidigung Landshuts am 22. Juli 1634. Wahrscheinlich wurde er bei dem Versuch, Ordnung in das Chaos der Verteidiger zu bringen, von seinen eigenen Kroaten umgebracht. Aldringer wurde im Kloster Bruel bei Regensburg begraben.

Faksimile der Unterschrift Aldringers


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