Zwischenzeitliche Erfolge kaiserlicher Truppen und deren barbarische Rache an den Bauern ließen den Aufstand ständig neu aufflammen.
Eine weitere Facette im Charakter dieser schillernden Persönlichkeit zeigt sein Verhalten bei der Belagerung Wolfenbüttels: Nach der Niederschlagung der aufständischen Bauern in Österreich zog es Pappenheim nach Norden. Dort kämpften inzwischen Tilly und Wallenstein erfolgreich gegen den dänischen König. Ihnen schloß sich Pappenheim an, und mit 12.000 Mann Tillyscher Truppen rückte er im September 1627 vor Wolfenbüttel. Zwischen den Kämpfen um die Festung traf sich Pappenheim mit den Verteidigern, zechte mit ihnen und bestätigte, daß sie tapfere Feinde sind, mit denen man gut und gerne über ritterliche Taten diskutieren könne. Er konnte deren Taten nur 2 Monate rühmen, denn am 9. Dezember 1627 ergab sich Wolfenbüttel. Ein Grund mehr, sich nach einem neuen ritterlichen Freund umzusehen; - er fand ihn im Herzog von Friedland! Gemeinsam belagerten sie
Magdeburg
und führten Verhandlungen über deren Übergabe. (Wallenstein war auf dem Gipfel seiner Macht und Herr des ganzen nördlichen Deutschlands - außer Magdeburg und Stralsund. Auf Empfehlung Wallensteins wurde Graf Pappenheim zum Feldmarschall ernannt.
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an Pappenheim (Ein Click vergrößert das Bild)
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