Schon vor seinem "Kniefall" bei der Landung auf Usedom hatte Gustav Adolf großen Wert auf die öffentliche Meinung gelegt. Sein Agent Salvius hatte, bevor der König den Feldzug begann, mehr als einen Monat lang Norddeutschland bereist und durch Reden über die "deutsche Libertät" und Verunglimpfung der kaiserlichen Regierung Stimmung für Gustav Adolf, den Retter des deutschen Protestantismus gemacht. Trotzdem mangelte es dem Schwedenkönig bei seiner Landung an potenten Verbündeten.
Am 16. September verließ er das Lager bei Leipzig mit einem Kundschaftertrupp und sandte spät in der Nacht einen Kurier zu Tilly mit der Nachricht, daß er den Feind bei Breitenfeld gesichtet habe, sich ohne schwere Gefährdung nicht mehr zurückziehen könne und bat um dringende militärische Unterstützung. Tilly, der sich bei der Nachricht, daß Pappenheim durch einen Angriff die Schweden zur Schlacht provoziert hatte, entsetzt an den Kopf griff, jammerte laut: "Dieser Kerl wird mich um meine Ehre und meinen guten Ruf bringen, und den Kaiser um sein Land und Volk." Pappenheim hatte eine Schlacht provoziert, und Tilly blieb nichts anderes übrig, als ihm nachzumarschieren.
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Auf diesem Ausschnitt der Darstellung der
Schlacht bei Lützen im Jahre 1632 wird sehr deutlich die unterschiedliche Aufstellung der feindlichen Armeen dargestellt. Im Bild oben hat sich das schwedische Heer in langgezogenen Reihen aufgestellt. Im Bild unten ist das kaiserliche Heer unter Wallenstein in der typischen Formation nach spanischem Vorbild angetreten. |
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an Pappenheim (Ein Click vergrößert das Bild)
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Der Lederkoller
Gustav Adolfs |
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