Anmerkungen zur Biographie
Karl X. Gustav von Schweden
Anmerkung 1
Der Dänenkönig hatte in den vorausgegangenen Monaten einige unglückliche diplomatische und militärische Entscheidungen getroffen, die allesamt den Schweden genügend Grund gaben, mißtrauisch zu bleiben und zu gegebener Zeit alte Rechnungen mit Dänemark zu begleichen. So hatte er einen Handelsvertrag mit Spanien unterschrieben und seinen Sohn an die Tochter des Kurfürsten von Sachsen, einen abtrünnigen, ehemaligen Verbündeten Schwedens und nunmehr offenen Verbündeten des Kaisers verheiratet. Die Anhebung der Sundzölle zum Ausgleich der Fehlbeträge in der dänischen Staatskasse machten ihn zum verhaßten Mann für die schwedischen Handelsstädte.
Ohne Kriegserklärung fiel das schwedische Heer unter seinem Befehlshaber Torstensson auf Befehl des schwedischen Kanzlers Oxenstierna im Dezember 1643 in Holstein ein und überrannte bis Januar ganz Jütland. Erst dann geruhte die schwedische Regierung eine Erklärung abzugeben, die ihr Handeln rechtfertigen sollte. Diese Aktion stieß auf einhelligen Widerstand der übrigen europäischen Konfliktparteien und hätte die sich anbahnenden Friedensverhandlungen entscheidend gefährden können. Die Franzosen drohten, die Unterstützungen einzustellen. Der Kaiser versuchte, die Dänen militärisch zu unterstützen, aber der ständig betrunkene kaiserliche General Gallas machte aus dem an sich guten Plan eine mittlere militärische Katastrophe. Im Seegefecht bei Kolberg, das der Dänenkönig selber befehligte und dabei ein Auge verlor, konnte Christian einen schwedischen Angriff auf Kopenhagen vom Meer her verhindern.
Erst als die damals achtzehnjährige Tochter Gustav Adolfs, Christine, offiziell den schwedischen Thron bestieg, wurde der dänisch-schwedische Krieg beendet. Unter Vermittlung Brandenburgs unterzeichneten die beiden nordischen Gegner im November 1644 den Frieden von Brömsebro. Im Frieden von Brömsebro verlor Dänemark die Ostseeinseln Gotland und Ösel und die Gebiete um Jämtland und Härjedalen etwa in der Mitte der skandinavischen Halbinsel. Die Landschaft Halland - Seeland und dem Sund gegenüber - behielten die Schweden für dreißig Jahre als Pfand "für dänische Erfüllungspolitik". Sie vergaßen es bis zum heutigen Tage zurückzugeben...
Schwedische Schiffe passierten seither den Öresund zollfrei! Damit wurde auch eines der unrühmlichsten Kapitel der diplomatischen Karriere Oxenstiernas abgeschlossen.
Im Ergebnis dieses Krieges mit Schweden in den Jahren 1643 bis 1645 scheiterten endgültig alle machtpolitischen Pläne Dänemarks, die Ost- und Nordsee zu beherrschen.
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Anmerkung 3
Übrigens ebenso wie damals auch der König von Dänemark.
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